Kirchengrabungen








Nörten-Hardenberg 57














Rollshausen 35


Anfang September 2014 wurden in Nörten-Hardenberg bei Baumaßnahmen zur Umgestaltung des Stiftsplatzes südlich der Sankt Martins Kirche Mauerreste entdeckt. Beim weiteren Freilegen zeigte sich im Osten eine Mauer mit Fensteröffnungen und südlich anschließend eine weitere Mauer. Durch Anlage eines kleinen Schnittes im Innenraum wurden auf zwei meter Tiefe zwei Wandpfeiler und Putzreste auf der dazwischen liegenden Wand freigelegt. Bei den Mauerresten handelte sich um sehr gut erhaltenen Wände einer Krypta, deren Südseite im Zuge der Untersuchung vollständig freigelegt werden konnte. Eine freistehende Säule datierte über die Basis die Krypta in das 2. Viertel des 12. Jahrhunderts. Sie wurde im dreißigjährigen Krieg verfüllt. Während der Ausgrabung wurden weitere Bereiche der alten Kirche ergraben, u. a. konnten Pflasterreste im Westbereich, zahlreiche Umbaumaßnahmen über das ca. 870 jährige Bestehen dieses Kirchenbaus und Bestattungen im Kirchenschiff dokumentiert werden. Neben zahlreichen Keramikfunden wurde eine Vielzahl von Metallobjekten (Nägel, Münzen,...) geborgen.





Die Grabung in der Rollshäuser St. Margareta Kirche fand im November 2014 statt. Durch Bodensanierungen kamen die Reste von zwei Vorgängerkirchen zum Vorschein. Es handelte sich um einen kleinen rechteckigen Bau, der in seiner Ausdehnung vollständig erfasst werden konnte und um einem größeren Bau mit Apsis und Turm. Der Altar der größeren Kirche störte in die Ostwand der kleineren Kirche und war damit jünger als diese. Neben einigen umgelagerten Knochen, konnten ein Knochenlager (Nachbestattung) zwei reguläre Bestattungen, die außerhalb des kleineres Baus lagen, dokumentiert werden.